Ein Modell: Der Kleinsthof

Als Grundlage habe ich das Buch “Das Handbuch der Selbstversorgung” von Marion & Michael Grandt genommen, in der 2ten Auflage aus Januar 2011.
Teilweise zu viel, weil ich nicht im Vordergrund habe in der Krise überleben zu wollen, sondern einfach nur einen neuen Sinn, bzw. einen Sinn im Leben zu finden.
Die Idee und Grundlage dieses Hofes stammt aus dem Jahre 1945, als Deutschland in Schutt und Asche lag. Damals entwickelte der niedersächsische Landwirt Heinrich Jebens den Plan des Kleinsthof. Auch heute findet dieses Modell immer noch Anwendung.
In seinem Modell geht er davon aus, dass etwa 2.500 – 5.000 Quadratmeter einer Person genug Nahrung zum überleben bescheren, auch um etwa die eigenen Erträge gegen nicht selbst anbaubare Produkte zu tauschen.
Für 2 Personen ist man dann auch direkt bei 1 ha (10.0000 Quadratmetern), welches für mich Handtuchgarten-Besitzer nicht mehr klein ist, aber wohl im landwirtschaftlichen Bereich wirklich noch zum Kleinsthof zählt.

Doch wieviel Arbeit steckt man da jeden Tag rein? Schuftet man vom ersten Hahnenschrei bis zum Sonnenuntergang? Ohne es je selbst ausprobiert zu haben glaube ich nun dem Buch, bei dem der Arbeitsaufwand für den Kleinsthof in den Wintermonaten für eine Person morgens und abends mit je einer Stunde angegeben wird. Immer Sommer ca. ein halber Tag.
Hört sich zunächst nicht nach viel an.

Neben dem Hektar Land sollte man die Tiere nicht vergessen: Hier werden zwei Kühe, drei Schweine und 12 Hühner empfohlen.

Spätestens hier fängt dann mein Plan an abzuweichen, Kühe für Milch ok, Hühner und Eier, auch super, aber Schweine? Nein, keine Schweine für mich. Ich denke nicht, dass ich es jemals hinbekomme mein Fleisch selbst zu erlegen, daher verzichte ich, falls wir wirklich auf autark gehen sollten auf Fleisch :)
Aber zu den Tieren richte ich jeweils eigenen Kapitel ein, denn, was ich schon bisher im Internet gesehen habe, ist das wirklich eine Wissenschaft für sich und somit nicht mit einem oder zwei Sätzen abzuhandeln. Aber wie schon vorher erwähnt, werde ich bei der Auswahl auf die „Nebenprodukte“ wert legen und nicht auf die zu erwartende Ausbeute an Fleischartikeln.